Überspannungsschutz und Fernzugriff bei Netzausfall im Wasserkraftwerk
Moderne IT-Sicherheit, batteriegepufferte Steuerung und permanente 230-V-Sinusversorgung für empfindliche Internetgeräte.
Ein Stromausfall im Turbinenhaus muss nicht bedeuten, dass der Betreiber den Kontakt zu seiner Wasserkraftanlage verliert. Bilgram Wasserkraft versorgt deshalb Steuerung und Internetgeräte über eine gemeinsame batteriegepufferte Stromversorgung. Bei einem lokalen Netzausfall bleiben die Geräte typischerweise 4–6 Stunden betriebsbereit. Solange die Internet- oder Mobilfunkverbindung verfügbar ist, bleiben Fernzugriff sowie E-Mail- und SMS-Störmeldungen möglich.
Beschrifteter Bilgram-Wasserkraft-Schaltschrank mit gelben USV-Steckdosen
Warum wir moderne Office- und IT-Geräte einsetzen
Für Internetanbindung und Fernwartung verwenden wir bewusst auch FRITZ!Boxen, LTE-Router, Firewalls und Ethernet-Switches aus dem Office- und IT-Bereich. Der wichtigste Grund ist die IT-Sicherheit: aktuelle Verschlüsselung, Firewall-Funktionen, VPN-Verbindungen und Sicherheitsupdates sind für einen sicheren Fernzugriff entscheidend.
Industrielle Geräte sind zwar besonders robust, decken aber nicht immer den benötigten Funktionsumfang ab. Deshalb wählen wir Geräte nach Sicherheitsfunktionen, Aktualisierbarkeit und Herstellerunterstützung – und passen ihre Stromversorgung an das Turbinenhaus an.
Spannungsspitzen beim Zuschalten von Generatoren
Beim Zuschalten von Generatoren an das Stromnetz können Netzrückwirkungen auftreten. Gerade bei Asynchrongeneratoren sind hohe Einschaltströme und kurzzeitige Spannungseinbrüche möglich; begleitende Schaltvorgänge können Spannungsspitzen verursachen. Einfache 230-V-Steckernetzteile sind nicht speziell für alle diese Belastungen ausgelegt.
Unsere Praxiserfahrung: Nach Überspannungsereignissen können die Steckernetzteile weiterhin funktionieren, während die angeschlossenen Internetgeräte selbst bereits defekt sind. Deshalb werden empfindliche Netzwerkgeräte bei Bilgram Wasserkraft nicht direkt aus dem normalen 230-V-Netz des Turbinenhauses versorgt.
Gelbe USV-Steckdosen: permanent 230-V-Sinusspannung
Drei gelbe, mit „USV“ beschriftete Steckdosen versorgen die empfindlichen Internetgeräte. Ihre 230-V-Spannung erzeugt ein 24-V-/230-V-Sinuswechselrichter permanent aus der Batterieanlage. Die Batterien werden kontinuierlich überwacht und geladen.
Auch bei vorhandener Netzspannung hängen die Internetgeräte ausschließlich am Wechselrichter: Eine Umschaltung bei Netzausfall entfällt. So sind sie von vielen netzseitigen Spannungseinbrüchen und Schaltstörungen entkoppelt.
Beschrifteter Bilgram-Wasserkraft-Schaltschrank mit gelben USV-Steckdosen
Zwei Blei-Gel-Batterien für Steuerung und Internetgeräte
Zwei auslaufsichere 12-V-Blei-Gel-Batterien mit jeweils 120 Ah sind in Reihe geschaltet und ergeben 24 V mit 120 Ah Nennkapazität. Daraus werden die gesamte 24-V-Steuerungstechnik inklusive SPS sowie der Wechselrichter und seine angeschlossenen Internetgeräte gespeist.
Abhängig von Last und Batteriezustand beträgt die Überbrückungszeit typischerweise 4–6 Stunden.
Beschrifteter Bilgram-Wasserkraft-Schaltschrank mit gelben USV-Steckdosen
Fernzugriff und Störmeldungen bei lokalem Netzausfall
Fällt die Netzspannung nur im Turbinenhaus aus, bleiben Steuerung, Router und Webvisualisierung weiter in Betrieb. Der Betreiber kann Messwerte und Störmeldungen im Browser einsehen; E-Mail- und SMS-Meldungen bleiben möglich, solange das externe Kommunikationsnetz verfügbar ist.
Bei einem großflächigen Stromausfall können jedoch auch Mobilfunkstationen und Internetzugänge ausfallen. Die USV sichert die lokalen Geräte – nicht die Erreichbarkeit des öffentlichen Netzes.
Fazit: Kontakt zur Anlage trotz lokalem Stromausfall
Bilgram Wasserkraft verbindet moderne IT-Sicherheit mit einer dauerhaft batteriegespeisten 230-V-Sinusversorgung und einer unterbrechungsfreien 24-V-Steuerung. Bei einem lokalen Netzausfall bleiben Steuerung und Kommunikation typischerweise 4–6 Stunden betriebsbereit. Bei verfügbarer Internet- oder Mobilfunkverbindung kann der Betreiber weiterhin auf seine Wasserkraftanlage zugreifen und Störmeldungen erhalten.
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